Martin hat uns dann sicher nach Washington gefahren, wo wir dann mitten in der Nacht versucht haben die Straßendurchnummerierung der Stadt zu durchschauen (es ist leider nicht überall so einfach und eindeutig wie in New York) und somit unser Hostel zu finden. Endlich angekommen hieß es natürlich wieder eine Bleibe für das Auto zu finden, jedoch hatten wir diesmal einfach Glück. Eine Straße von unserem Hostel entfernt war ein kleiner Straßenabschnitt ohne Parkverbot oder –einschränkung, sowie ohne Parkuhren, wo wir parken konnten (natürlich haben wir uns erst im danebengelegenen Hotel erkundigt).
An diesem Abend war nicht mehr viel angesagt, noch schnell was gekocht und dann ins Bettchen.
20. Februar: Starten wollten wir an diesem Tag mit dem ‚White House’, jedoch sind wir nicht sehr nah herangekommen, da die Straße von der Polizei abgesperrt wurde. Gegen später haben wir dann auch erfahren warum…
Also haben wir uns auf den Weg zum ‚Washington Monument’ gemacht, den großen Obelisken und uns dort ein Ticket für eine Besichtigung am Nachmittag geholt. Plötzlich fuhren einige Polizeimotorräder an uns vorbei, gefolgt von schwarzen Vans und Limousinen, wir haben natürlich eifrig Fotos von dieser Kolonne geschossen und Martin ist der festen Überzeugung ein Foto von George Bush in einer Limousine zu besitzen. Ich hoffe sehr, dass er das Beweisfoto noch online stellt (Maaatin, du bist jetzt auch bei mir verlinkt).
Anschließend haben wir uns in die Bahn gesetzt und sind zum ‚Arlington National Cemetry’ gefahren, wo viel Zeit damit verbracht haben die Meere von Gräbern zu umwandern und die bekannten Denkmäler und Gedenkstätten zu besichtigen. Unter anderem sahen wir das ‚Iwo Jima Memorial’ (für die BKler: Welches auch in Kienholz’ ‚War Memorial’ dargestellt ist).
Wieder zurück am Obelisken sind wir diesen auch hinaufgefahren und hatten einen guten Blick über Washington in alle vier Himmelsrichtungen. Wie in einem großen Kreuz sind ‚Weißes Haus’, das ‚Jefferson Memorial’, das ‚Capitol’ und das ‚Lincoln Memorial’ angeordnet und im Mittelpunkt ragt der Obelisk in die Höhe.
Nun kamen wir auch näher an das Weiße Haus heran, da der hohe Besuch nun im sicheren Inneren war. Weiter ging unsere Rundwanderung zum ‚Korean War Veterans Memorial’, zum großen ‚Lincoln Memorial’ und zum ‚Vietnam Veterans Memorial’, dann in die andere Richtung zum ‚Jefferson Memorial’ und weiter zum architektonisch wundervollen ‚Capitol’. Danach waren hauptsächlich Martin und ich völlig erledigt und wir haben uns zurück im Hotel gleich ins Bett geschmissen, währen Clemens noch den nächsten Tag durchgeplant hat.
21. Februar: Am nächsten Morgen im schönen Hostel ausgecheckt und dann waren wir wieder froh, unsere Rücksäcke im Auto verstauen zu können, anstatt sie den ganzen Tag mit uns herumzuschleppen zu müssen. Durch die Straßen, auf denen man wirklich viele Anzugträger sah, ging es zum ‚Botanic Garden’, einem netten großen Gewächshaus in der Nähe des ‚Capitols’, für das wir uns noch Tickets für eine Nachmittagsführung abgeholt haben. Dann weiter zum ‚US Supreme Court’, zur ‚Library of Congress’, der größten Bücherei der Welt, die ich von innen wunderschön fand, bevor es zurück zur Capitolsführung ging. Ich glaube an diesem Tag war es nur der Botanic Garden, den wir ohne strenge Durchleuchtung und Sicherheitskontrollen betreten durften.
Auf dem Weg zu unserem letzten Punkt haben wir ein sehr zutrauliches Eichhörnchen getroffen, mit dem Clemens (es fraß ihm aus der Hand) und ich ein wenig gespielt haben, was mich sehr erheitert hat (Martin: "Eichhörnchen sind blöd und haben Tollwut") :)
das zutrauliche Hörnchen
Zum Abschluss unserer Reise haben wir noch das ‚US Holocaust Memorial Museum’ besichtigt, das sehr gut inszeniert war und außerdem das weltweit größte Holocaust-Museum.
Vor der Heimfahrt noch schnell Kraft in Form von Essen getankt und dann ging es auch schon wieder zurück nach Great Barrington. Ich hatte an diesem Abend leider mit Kopfschmerzen und allgemeiner Müdigkeit so zu kämpfen, dass sich die Jungs die Heimfahrt geteilt haben. Nach 3 Uhr nachts kamen wir im Leanderhouse an und ich hatte eine sehr informative, schöne, lustige, wissensreiche, historische und definitiv lohnenswerte kleine Reise hinter mir!
Vielen Dank an meine reizenden Mitreisenden, ich hatte großen Spass :)
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